Darüber hinaus führte das Unternehmen ein groß angelegtes Bohrprogramm durch, was die Reserven um 43 % auf 1,59 Mio. Unzen Gold erhöhte und die Lebensdauer der Mine auf 9,5 Jahre verdoppeln konnte.
Timmins Gold konnte trotz des widrigen Marktumfeldes im Q4 2013 ein Rekordquartal erzielen. Das Unternehmen verdiente im abgelaufenen Quartal 8,7 Mio. USD. Die Verkaufserlöse konnten um 3 % von 156,2 Mio. USD auf 160,6 Mio. USD gesteigert werden, trotz des im Durchschnitt 15 % niedrigeren Verkaufspreis.
Laut Prognosen sollen im Jahr 2014 zwischen 115.000-125.000 Unzen Gold produziert werden. Nicht nur die Goldproduktion erreichte mit 119.655 Unzen Gold (+27 %) einen neuen Höchststand, sondern auch beim Goldabsatz konnte das Unternehmen mit 118.550 Unzen Gold (+26%) einen neuen Rekord aufstellen. Zum Vergleich, im Jahr 2012 wurden 94.444 Unzen Gold produziert und 94.128 Unzen abgesetzt. Die Silberproduktion konnte ebenfalls von 56.252 Unzen im Jahr 2012 auf 68.512 Unzen (+22 %) gesteigert werden. Diese Mehrproduktion wurde hauptsächlich durch die erhöhte Durchsatz- und Brechleistung erzielt.
Die Cash-Kosten pro Unze auf Nebenproduktbasis betrugen 717 USD und lagen etwas höher als im Vorjahr mit 703 USD. Dieser Anstieg ist auf vor allem auf die geringeren Erzgehalte von 0,82 g/t Gold (Vorjahr 0,85 g/t Gold) zurückzuführen.
Die Gesamt-Cash-Kosten (all-in sustaining cash cost) pro Unze konnten auf Nebenproduktbasis um ca. 13 % von 997 USD auf 872 USD gesenkt werden.
Außerdem wurde aufgrund einer Änderung des Rechnungslegungsverfahrens wegen des Goldpreisrückgangs rund 25 % der Abbaukosten im Zusammenhang mit dem noch unverarbeiteten Erzlagerbestand hinzugerechnet. Daraus ergibt sich eine Steigerung der Cash-Kosten von 7 USD pro Unze. Diese Steigerungen konnten teilweise durch die Kostenreduktionsmaßnahmen kompensiert werden.
Im Dezember 2013 schaffte die Steuerreform 2014, die in Mexikos Amtsblatt veröffentlicht wurde, eine Sonderbergbauabgabe in Höhe von 7,5 % (Special Mining Duty; SMD) und eine außerordentliche Bergbauabgabe in Höhe von 0,5 % (Extraordinary Mining Duty; EMD). In Folge der Verabschiedung dieser Veränderungen im Jahr 2013 erfasste das Unternehmen aufgrund der zukünftigen Einkommensteuereffekte der SMD einen einmaligen nicht baren Aufwand für latente Einkommensteuern in Höhe von 8,6 Millionen USD. Darüber hinaus wird es keine allmähliche Senkung des Einkommensteuersatzes mehr geben, wie dies 2012 verabschiedet wurde, sondern der Einkommensteuersatz wird bei 30 % verbleiben.
Fazit:
Das Zahlenwerk von Timmins ist in Anbetracht des schlechten Marktumfeld hervorragend. Das Unternehmen scheint die richtigen Schritte zur richtigen Zeit eingeleitet zu haben und auch die geänderte Steuerreform dürfte das Unternehmen ausgeglichen bekommen. Sollte der Goldpreis nicht weiter fallen- und Timmins die Kosten noch weiter senken, wäre dieses Unternehmen einer der größeren Gewinner im Edelmetallmarkt, oder sogar als ein attraktiver Hebel auf den Goldpreis zu sehen.
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